In Mitarbeiterkreisen kann man eine solche Aussage schon mal hören: „Die Personalabteilung bezahlt nur deshalb Outplacement-Beratungen um deren eigenes Gewissen zu beruhigen.“ Nun ja, sollte man solchen Behauptungen Glauben schenken?                                    

Hinterfragen wir doch mal warum HR-Abteilungen solche Maßnahmen finanzieren: Arbeitgeber tragen eine soziale Verantwortung für deren Beschäftigte, auch über die vertragliche Beschäftigungszeit hinaus. Aus diesem Grunde machen sich (löblicherweise) viele Personaler Gedanken darüber, wie sie eine Trennungssituation möglichst sozialverträglich gestalten können. Um den Betroffenen einen reibungslosen Übergang in eine neue Beschäftigung zu ermöglichen ist Outplacement eine probate und angemessene Maßnahme. Für Personaler ist es, nebenbei bemerkt, nicht gerade leicht, meist langjährigen Mitarbeitern einen Aufhebungsvertrag anzubieten und ihnen letztlich mitteilen zu müssen, dass sich die Firma von ihnen trennen muss.

Brechen wir an dieser Stelle doch mal eine Lanze für verantwortungsvolle Personalabteilungen. Es ist ihnen eben nicht egal was mit den Betroffenen nach Vertragsbeendigung passiert und sie haben natürlich ein Interesse daran, dass sie wieder eine adäquate Beschäftigung finden. Es ist vermutlich nicht ganz auszuschließen, dass die eigene Gewissensberuhigung auch eine Rolle spielt; viel entscheidender ist jedoch, dass sie die Betroffenen nicht einfach vor die Tür kehren. Das wäre nämlich tatsächlich kritisierenswert.